
Ein gutes Bild muss nicht perfekt sein. Es muss zum Menschen, zum Unternehmen und zur Aussage passen. Gerade bei Porträts kann zu viel Optimierung den entscheidenden Teil der Wirkung kosten: die Wiedererkennbarkeit.
Erst die Aufgabe klären, dann das Werkzeug wählen
Stört der Hintergrund? Ist das Gesicht zu dunkel? Fehlt Platz für einen passenden Ausschnitt? Solche konkreten Fragen führen weiter als der Auftrag, ein Foto einfach ‚professioneller‘ zu machen. Oft reichen eine saubere Farbkorrektur, ein anderer Ausschnitt und etwas Ruhe im Hintergrund.
Aktuelle Bildwerkzeuge können Referenzbilder zur Steuerung generativer Bearbeitungen verwenden. Adobe beschreibt dies beispielsweise für die Referenzbild-Funktion in Photoshop. Das schafft zusätzliche Möglichkeiten – die Beurteilung des Ergebnisses bleibt eine gestalterische Aufgabe.
Was bei einem Porträt bleiben sollte
Gesichtsform, Blick, Brille, Bart und natürliche Hautstruktur tragen zur Identität bei. Ein Ergebnis kann technisch sauber aussehen und trotzdem nicht mehr nach derselben Person wirken. Deshalb gehört zum Bearbeiten immer der Vergleich mit dem Original. Das gilt auch für Produkte: Eine sauberere Umgebung darf keine andere Verpackung, eine veränderte Farbe oder ein erfundenes Detail vortäuschen.
Entwurf und Wirklichkeit auseinanderhalten
Für eine erste Gestaltungsidee sind generierte Szenen hilfreich. Ein Kundenprojekt wird dadurch aber nicht zur tatsächlich produzierten Arbeit. In Referenzen sollten die wirklichen Ergebnisse erkennbar bleiben; illustrative KI-Motive können als solche gekennzeichnet werden.
Mein gestalterischer Maßstab dafür: Eine Bearbeitung sollte die Aussage des Bildes unterstützen. Wenn vor allem der Effekt auffällt, lohnt sich meist ein Schritt zurück.
Weiterführende Quelle: Adobe: Referenzbilder für Generative Fill verwenden. Stand dieses Beitrags: Oktober 2026. Das Beitragsmotiv ist eine KI-generierte Illustration.
